Deutsche TV-Premiere im Doppelpack: Kritik zu The Orville 1.01 und 1.02

Mit Spannung erwartet, nun ist es endlich soweit: The Orville feiert heute seine Deutschlandpremiere. ProSieben zeigt die hoch gelobte Sci-Fi-Hommage von Seth MacFarlane zur besten Sendezeit um 20.15 Uhr. Zum Start gibt es direkt zwei Folgen im Doppelpack.

Prämisse

Im 25. Jahrhundert ist die Erde Teil einer Union aus mehreren Planeten mit einer fortschrittlichen, überwiegend friedlichen Bevölkerung und einer Flotte von 3000 Raumschiffen. Obwohl ein schwieriges Jahr hinter Ed Mercer (Seth MacFarlane) liegt, bekommt er das Kommando über die U.S.S. Orville, einem Mittelklasse-Raumschiff zur Erkundung fremder Galaxien, übertragen.

Die Besatzung besteht sowohl aus Menschen als auch aus Aliens. An Bord kann Mercer sich auf seinen alten Freund Gordon Malloy (Scott Grimes) verlassen. Dieser ist zwar auch wegen Fehlverhalten in der Vergangenheit in Ungnade gefallen und vom aktiven Dienst zu Bürojobs zwangsversetzt, jedoch ein legendärer Raumschiffpilot. Weniger begeistert ist Mercer davon, dass ihm als Erster Offizier mangels Alternative ausgerechnet seine Ex-Frau (Adrianne Palicki) an die Seite gestellt wird.

Unsere ausführliche Kritik zu Episode 1.01 "Alte Wunden" gab es bereits nach US-Start und ist hier nachzulesen.

Mehr Star Trek als Family Guy

Mit der zweiten Folge untermauert Seth MacFarlane noch einmal: Anders als die Vorab-Promotion von Sender Fox vermuten ließ, handelt es sich bei The Orville weniger um eine Parodie als viel mehr eine sich durchaus ernst nehmende Sci-Fi-Serie mit klar erkennbarer Star-Trek-Hommage.

Dies wird schon mit dem Vorspann deutlich, der anders als beim Piloten hier zum ersten Mal komplett zu sehen ist. Und auch der Regisseur ist kein Unbekannter: Robert Duncan McNeill war als Lieutenant Tom Paris in Star Trek: Voyager noch vor der Kamera zu sehen. So findet man sich nach einem etwas holprigen Start mit noch einigen mehr oder minder flachen Witzen schnell in einem recht klassischen Star-Trek-Szenario wieder.

Kombiniert man den englischen Originaltitel "Command Performance" mit der deutschen Übersetzung des Episodennamens "Sondervorstellung", so hat man zwei Haupthandlungsstränge miteinander verbunden: Während die unerfahrene Alara sich erst in ihrer Rolle als Kommandantin zurechtfinden muss, sehen sich Captain Ed Mercer und Erste Offizierin Kelly gezwungen eine Show zu liefern, um aus einer Gefangenschaft zu entkommen.

Keine Seth-MacFarlane-Show

Dabei bietet The Orville durchaus einige Schmunzler und Komik. Die Comedy-Elemente werden jedoch bewusst eingesetzt und die dadurch zugesprochene Freiheit genutzt. Das belebt die 90er-Nostalgie und Genre-Treue mit frischen Wind.

Denn anders als die oftmals sehr militärisch-korrekt und wahlweise düster oder utopisch daherkommenden Serien kombiniert The Orville klassisches Sci-Fi mit einer guten Portion The Office. Dadurch wirken einem die Figuren schnell vertraut und nachvollziehbar.

Angenehm ist, dass Seth MacFarlane zwar die Hauptrolle spielt, sich jedoch nicht in den Vordergrund drängt. Gleich in dieser zweiten Episode nimmt Halston Sage als Alara eine wichtige Position ein und kann die Entwicklung ihres Charakters rasch vorantreiben. Auch Adriane Palicki als Commander Kelly Grayson ist weit mehr als nur ein hübscher Sidekick.

Fazit

The Orville liefert schon mit den ersten beiden Episoden eine positive Überraschung. Ernste Themen und Drama kombiniert mit der richtigen Mischung Humor für die Leichtigkeit machen die Serie sofort liebenswert. Bereits jetzt scheinen einem die Charaktere vertraut und durch die vielen bekannten Elemente ist man schnell in der Orville-Welt angekommen. Dies macht Lust auf noch viele weitere Abenteuer mit der Crew unter Captain Mercer.

The Orville - Trailer Deutsch

Bortus Lays An Egg | Season 1 Ep. 2 | THE ORVILLE

The Orville

Originaltitel: The Orville (2017)
Erstaustrahlung am 10.09.2017
Darsteller: Seth MacFarlane (Ed Mercer), Adrianne Palicki (Commander Kelly Grayson), Penny Johnson Jerald (Doctor Claire Finn), Scott Grimes (Lieutenant Gordon Malloy), Peter Macon (Lieutenant Commander Bortus), Halston Sage (Lieutenant Alara Kitan), J. Lee (Lieutenant John LaMarr), Mark Jackson (Isaac)
Produzenten: Seth MacFarlane, Brannon Braga, David A. Goodman, Jason Clark
Staffeln: 2+
Anzahl der Episoden: 12+


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